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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


16. Januar 2017

Griechische Lektüre und Exegese des Johannesevangeliums (Uni Hd)

Aufgaben zum 23.01.

1. Übersetzen und segmentieren Sie Joh 6,30-40!
2. Lesen Sie dazu das gesamte sechste Kapitel!
3. Übersetzen und segmentieren Sie ApkJoh 1,1-11!
4. Was besagt Apk 1,1? Vgl. dazu auch 1,11!
5. Welche Sprachelemente kommen Ihnen bekannt vor, was scheint anders zu sein?

Geschlechtergerechte Rede von Gott (TUD)

Protokoll vom 10.01.2017

Protokollantin: Ilknur Özcan

Im Seminar haben wir Bezug genommen auf Markus 10, 1-12:

Ein sehr wichtiger Text, was will er uns sagen.

 

Was wollen die Pharisäer? Sie wollen ihm eine Falle mit der Frage stellen. Hat Jesus, Mose richtig interpretiert? (5. Mose Kapitel 24 1-4) In der Tora, im Gesetz steht die Möglichkeit einer Scheidung, indem ein Mann einer Frau einen Scheidebrief schreiben kann, um sie ziehen zu lassen.

Wie geht Jesus vor, was sagt er?

Wie sollte man den Text verstehen? Wenn das Herz hart oder verhärtet  ist, kann es  nicht auf andere eingehen. Auch in der ersten Schöpfungsgeschichte Gen 1 steht: Gott schuf sie als männlich und weiblich. Darum wird er (bzw. sie) Vater und Mutter verlassen und die zwei werden ein Fleisch sein (1. Mose Kapitel 2 Vers 24). Jesus ergänzt die erste durch die zweite Schöpfungsgeschichte.

Wieso macht er das? (Das Gebot, das Mose gestattet hat, steht 5. Mose Kapitel 24 1-4)

Am Anfang der Bibel steht was anderes, als das, was Mose gesagt hat. Mose hat sich nicht zu dieser Position, die Jesus vertritt, entschließen können, weil er gewusst hatte, dass die Pharisäer heftig mit der Herzenshärte zu tun haben. So kann man alles zusammenfassen, das ist eine typische Form der dynamischen Schrift-Auslegung, die im Judentum möglich war, dass man Elemente, die früher sind, gegen andere, die später gekommen sind, ausspielen konnte. Jesus hat recht, da der Sinn von Gen 2,24 so ist, wie er das meint. Scheidebrief ausstellen ist in Gen 1 und Gen 2 nicht angemessen.

Wieso ist es nicht angemessen, Jesus sagt nicht, dass es falsch ist. Wenn jemand sagt, der Scheidebrief existiert wegen eurer Herzenshärte.

Von den Leser/inne/n der Bibel wird erwartet, dass sie es merken, wenn sie es lesen. Ein Mann und eine Frau lassen sich aufeinander ein, deswegen wird die Tatsache, dass sie als männlich und weiblich erschaffen sind, betont. Jesus interpretiert, dass es ein symmetrisches Verhältnis ist.

Warum bleiben sie zusammen? Ein-Fleisch-Sein ist eine sexuelle Metapher.

Dass Frau und Mann einen Bund schließen, steht in der Bibel überhaupt nicht.

Was bedeutet es mit der Herzenshärtigkeit?

Das Ein-Fleisch-Sein ist dann Liebe, damit vereinigen diejenigen sich, die zuvor getrennt waren, in einem Paar wieder. Löst sich auf, wenn man auf den anderen nicht eingehen kann. Es ist möglich eine Scheidung zu verhindern, wenn diese Probleme auftreten über ein weiches Herzen, den anderen mit Ecken und Kanten zu akzeptieren und das zu weiteren Beziehungen führen kann. Jesus legt es in die Verantwortung des Paares, keineswegs in die Hände der Kirche.

Wie kann man zeigen, dass Jesus das symmetrisch meint?

Die Herzenshärte kann von beiden Seiten ausgehen, falls es zur Scheidung kommt, kann auch die Frau den Scheidebrief ausstellen. Es gibt keine Überordnung des Mannes, es ist eine absolute Gleichberechtigung gemeint. Wenn beide ein weiches Herz haben, sind sie in der Lage das Problem der Scheidung zu vermeiden.

Jesus vertritt ein romantisches Liebesverständnis, das Frau oder der Mann den einen gefunden haben, an den/die sie sich binden und die Methode das Herz weich sein zu lassen scheint zu reichen um die Scheidung zu vermeiden.

 

 

 

 

 

 

14. Januar 2017

Trump twittert!

Bei den selbsternannten „Qualitätsmedien“ (um eine alberne Floskel der Mediensprache zu verwenden) ist die Aufregung groß: Trump twittert, gibt ansonsten in seinem Tower eine Pressekonferenz, greift dabei die Vertreter der „vierten Gewalt“ an, ist „dünnhäutig“ usf. Manche Journalist/inn/en sehen dadurch die Pressefreiheit bedroht.
Wie gewöhnlich wird dabei die kritische Debatte seitens WikiLeaks, Greenwald u. a. souverän ignoriert – und verschwiegen. Demgegenüber werden die Auffassungen HCLINTONS u. a. stark vervielfältigt.

Die veröffentlichten Dokumente über die Praxis der Demokraten und insbesondere Clintons im Wahlkampf sprechen dafür, dass es hierbei um Manipulation und keinesfalls um „lupenreine“ Demokratie ging. Dass Trump damit in engen Staaten gewinnen konnte, ist wahrscheinlich, zumal Clinton soziale Probleme ignorierte.
Die Tendenz der Demokraten, russisches Hacking für die Veröffentlichung der Daten verantwortlich zu machen, lenkt vom Demokratiedefizit Clintons ab – ist aber in der Sache abwegig.
Man ist gespannt, ob die nachrichtendienstlich lancieren Gerüchte über Trump Moskauer Sexleben und seine mögliche Erpressbarkeit durch Russland zutreffen. Sie sind bislang nicht belegt.

 

 

11. Januar 2017

Zwischenhalt (Griechische Lektüre und Exegese des Johev [Uni Hd])

Die Teilnehmer/innen wünschten folgendes Abschlussprogramm:

16.01.                Joh 2,1-12; 8,1-11

23.01.                6,30-52 (Vorschlag für die Übersetzung, das gesamte Kapitel auf Deutsch lesen).

30.01.                8,37-59 (Vorschlag für die Übersetzung, den Rest ab 8,12 auf Deutsch lesen).

07.02.                ???

Die Vorschläge werden abgestimmt.

Die Sitzung arbeitete vor allem an einer Bündelung des bislang Übersetzten. Ebenso wurden Einleitungsfragen und theologische Fragen erörtert.

Es ist wohl die leichteste Annahme, dass Joh sich mit den drei synoptischen Evangelien auseinandersetzt, z. B. 20f zeigen, dass Jesus in Jerusalem und Galiläa erscheint. (more…)

4. Januar 2017

Geschlechtergerechte Rede von Gott (TUD)

Protokoll I vom 13.12.2016
Sabrina Hofmann

1. Korinther 11: handelt von dem Verhalten der Frau und des Mannes im Gottesdienst.

„Wenn ein Mann betet oder prophetisch redet und dabei sein Haupt bedeckt hat, entehrt er sein Haupt. (1. Kor. 11,4)“
„Eine Frau aber entehrt ihr Haupt, wenn sie betet oder prophetisch redet und dabei ihr Haupt nicht verhüllt. Sie unterscheidet sich dann in keiner Weise von einer Geschorenen. (1. Kor. 11,5)“

Bei Geschorenen ist von Prostituierten die Rede und mit Bedeckung des Hauptes ist das Kopfhaar gemeint.
Hierbei ist keine christliche Kopfbedeckung gemeint.
Für Frauen ist es eine Ehre lange Haare zu tragen, denn der Frau ist das Haar als Hülle gegeben.
Mit langen Haaren unterscheidet sie sich von den Geschorenen, denn kurze Haare sind schwer gefährlich und nicht gut angesehen. Eine Frau mit langem Haar hingegen trägt genug Macht auf dem Kopf, um vor den Engeln geschützt zu sein.

Warum entehrt aber der Mann sein Haupt, wenn er im Gottesdienst sein Haupt nicht bedeckt?
Er ist Bild und Glanz Gottes und die Frau ist nur Glanz des Mannes.
Gott ist das Haupt von Christus. Das Haupt des Mannes ist Christus und der Mann ist das Haupt der Frau.
1. Korinther 11,3 und 11,7 ist sehr hierarchisch aufgebaut.

Gott→Christus→Mann→Frau

In 1. Korinther 11,8f. heißt es:
„Denn der Mann stammt nicht von der Frau, sondern die Frau vom Mann. Der Mann wurde auch nicht von der Frau geschaffen, sondern die Frau vom Mann.“

Diese Aussagen stehen im Widerspruch zu 1. Korinther 11,11f.
Dort heißt es:
„Doch im Herrn gibt es weder die Frau ohne den Mann noch den Mann ohne die Frau.
Denn wie die Frau vom Mann stammt, so kommt der Mann durch die Frau zur Welt; alles aber stammt von Gott.“

Folgendes ist zu verstehen: dass der Mann von der Frau stammt und die Frau stammt vom Mann und alle stammen von Gott.
Hierbei geht es um die Gemeinschaft in Christus.

 

Protokoll vom 13.12.2016 II (Ilknur Özcan)
Im Seminar haben wir Bezug genommen auf Galater 3 Vers 26-28:
„Ihr seid alle durch den Glauben Gottes Kinder in Christus Jesus.“
„Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus (als Gewand) angelegt.“

Wenn man auf Christus getauft ist, ist die Taufe nach der Auffassung der theologischen Ureltern ein klares Bekenntnis, das immerwährend gilt. Nicht ganz richtig ist die Übersetzung Mann und Frau. Passender wären die Begriffe männlich und weiblich. Auch Magdalena Frettlöh übersetzt die Begriffe in dieser Form.
Wie ist es gefasst?
Jeder einzelner Menschen in Jesus Christus, demnach wird keine Hierarchie aufgestellt. Es herrscht eine absolute Gleichberechtigung. Auch im Schlussteil der Hiob-Geschichte wird betont, dass Töchter gleichberechtigt dargestellt werden, denn sie sind auch erbberechtigt. Es gibt eine Gleichstellung von Mann und Frau. Dabei geht es um die Nachkommen von Abraham. Dies bezieht sich weder auf das Judentum noch auf das Christentum – oder ob die Person Grieche oder Jude ist. Männlich/Weiblich ist weder männlich noch weiblich, das ist auch als eine Gleichberechtigung zu sehen.
Weitergehende Interpretation:
Die Menschen sind eins. Selbst wenn Sie männlich oder weiblich sind, spielt es vor Jesus Christus keine Rolle.
„Es gibt nicht mehr Juden und Griechen, nicht Sklaven und Freie, nicht Mann und Frau; denn ihr alle seid einer in Christus Jesus.“

Der Geschlechterdual wird hier aufgehoben und die Geschlechtererhebung spielt demnach keine Rolle, da der einzelne Mensch als individuelles Wesen dargestellt wird. Es gibt keine Bevorzugung des Einzelnen in Bezug auf eine spezifische Eigenschaft. Es wird festgestellt, dass es sich um einen radikalen Text von Paulus handelt, welcher sich stark von dem unterscheidet, was im Korinther 11 Vers 3 steht.

Es ist sehr wichtig, nicht nur einen Text zu lesen, sondern sich mehrerer Texten anzunehmen, bevor man sich seine eigene Meinung bildet. In der Bibel gibt es von Anfang an keine einheitliche Meinung.
Alle Menschen sind gleich im Angesicht Jesu Christi, egal welcher Herkunft sie abstammen oder welcher Religion sie zugehörig sind. In der Schöpfungsgeschichte in Gen 1 steht geschrieben: Er schuf sie als männlich und weiblich. Hier wird Gott (möglicherweise) als androgynes Wesen dargestellt, denn die Bilder sind entweder männlich oder weiblich.
Bei den Paulusbriefen im Galater 3 Vers 28 ist es verschärfter, da dort die Aussage weder männlich noch weiblich beschrieben wird, weder als Jude noch Grieche, weder Sklave noch Herr. Es wird kein Unterschied gemacht: Alle sind gleich und dürfen nicht unterschiedlich behandelt werden.
Bei Magdalena Frettlöh passt es zusammen, was sie in ihrem Text auf positive Art und Weise vermitteln will. Wenn es etwas gibt, dann sind die Unterschiede des anderen Menschen Ausdrücke seiner Individualität. Aufgrund von individuellen Eigenschaften darf man jedoch nicht benachteiligt oder bevorzugt werden.
Die fundamentale Botschaft ist: Nicht nur damals war es üblich, dass es Sklaven gab, sondern es gibt sie traurigerweise heute noch. Laut den Menschenrechten, die für die Allgemeinheit gelten und bei uns auch beispielsweise im Grundgesetz verankert sind, sollte es sie nicht mehr geben. Auf so einer Ebene argumentiert Paulus in diesem Vers. Dieser Text will uns sagen, dass alle Menschen gut und gleichberechtigt miteinander umgehen sollten.
Zum Schluss sind wir zu der Erkenntnis gekommen, dass dieser Text Galater 3,28 ein sehr moderner Text sei und noch in unserer Zeit relevant ist. Mit diesem Text ist Paulus seiner Zeit voraus gewesen im Vergleich zu anderen Schriftstücken. Durch die Bibel bekommen wir keine eindeutigen Informationen, wie es sein soll, sondern hier werden wir mit unterschiedlichen Positionen konfrontiert und bei Galater 3,28 mit einer der radikalsten.

3. Januar 2017

Was kann aus Nazareth (schon) Gutes kommen? (Joh 1,43-51 [8.01.2017: EfG Griesheim])

Marc Chagall: Jakobs Traum (Gen 28,12)

43Am nächsten Tag wollte Jesus nach Galiläa weggehen und fand Philippus. Jesus sagte zu ihm: »Folge mir!« 44Philippus war aus Betsaida, aus dem Dorf von Andreas und Petrus. 45Philippus fand den Natanaël und sagte zu ihm: »Wir haben denjenigen gefunden, von dem Mose in der Tora  und die Propheten schrieben: Jesus aus Nazareth, Sohn von [Maria und] Josef.« 46Aber Natanaël sagte zu ihm: „Was kann aus Nazareth (schon) Gutes kommen?“ Philippus sagte ihm: »Komm und sieh!« 47Jesus sah Natanaël zu sich kommen und sagte über ihn: »Hier ist ein wahrer Israelit, in dem keine Verstellung ist.« 48Natanaël sagte zu ihm: »Woher kennst du mich?« Jesus antwortete und sagte zu ihm: »Bevor Philippus dich rief, habe ich dich unter dem Feigenbaum [sitzen] gesehen.« 49Natanaël antwortete ihm: »Rabbi, du bist der Sohn Gottes; du bist der König Israels!« 50Jesus antwortete und sagte zu ihm: „Weil ich dir gesagt habe, dass ich dich unter dem Feigenbaum sah, glaubst du? Größeres als dieses wirst du sehen.« 51Und er sagte zu ihm: »Amen, amen, ich sage euch: Ihr werdet den Himmel geöffnet sehen und [schauen, wie] die Engel Gottes hinaufsteigen und hinabsteigen auf dem Menschensohn .« (Vgl. Bibel in gerechter Sprache zur Stelle!)

Liebe Gemeinde,

die ersten Tage des neuen Jahres führen uns oft zum Nachdenken über grundsätzliche Fragen, heute ist ein Text als Predigttext vorgesehen, der den Anfang des Wirkens Jesu im Johannesevangelium im Blick hat. Jesus hat schon Andreas und Simon Petrus, die frühere Schüler Johannes des Täufers waren, als eigene Schüler gewonnen. (more…)

30. Dezember 2016

Griechische Lektüre und Exegese des Johannesevangeliums

Dem Seminar gelang es, Kap. 21 ganz zu übersetzen. Segmentiert sieht das so aus:

 

211Μετὰ ταῦτα ἐφανέρωσεν ἑαυτὸν πάλιν ὁ Ἰησοῦς τοῖς μαθηταῖς

ἐπὶ τῆς θαλάσσης τῆς Τιβεριάδος·

ἐφανέρωσεν δὲ οὕτως.

2Ἦσαν ὁμοῦ Σίμων Πέτρος

καὶ Θωμᾶς

ὁ λεγόμενος Δίδυμος

καὶ Ναθαναὴλ

ὁ ἀπὸ Κανὰ τῆς Γαλιλαίας

καὶ οἱ τοῦ Ζεβεδαίου

καὶ ἄλλοι ἐκ τῶν μαθητῶν αὐτοῦ δύο.

3λέγει αὐτοῖς Σίμων Πέτρος·

ὑπάγω ἁλιεύειν.

λέγουσιν αὐτῷ·

ἐρχόμεθα καὶ ἡμεῖς σὺν σοί.

ἐξῆλθον

καὶ ἐνέβησαν εἰς τὸ πλοῖον,

καὶ ἐνἐκείνῃ τῇ νυκτὶ ἐπίασαν οὐδέν.

4Πρωΐας δὲ ἤδη γενομένης ἔστη Ἰησοῦς εἰς τὸν αἰγιαλόν,

οὐ μέντοι ᾔδεισαν οἱ μαθηταὶ

ὅτι Ἰησοῦς ἐστιν.

5λέγει οὖν αὐτοῖς [ὁ] Ἰησοῦς·

παιδία,

μήτι προσφάγιον ἔχετε;

ἀπεκρίθησαν αὐτῷ·

οὔ.

6ὁ δὲ εἶπεν αὐτοῖς·

βάλετε εἰς τὰ δεξιὰ μέρη τοῦ πλοίου τὸ δίκτυον,

καὶ εὑρήσετε.

ἔβαλον οὖν,

καὶ οὐκέτι αὐτὸ ἑλκύσαι ἴσχυον ἀπὸ τοῦ πλήθους τῶν ἰχθύων.

7λέγει οὖν ὁ μαθητὴς ἐκεῖνος

ὃν ἠγάπα ὁ Ἰησοῦς τῷ Πέτρῳ·

ὁ κύριός ἐστιν.

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15. Dezember 2016

Griechische Lektüre und Exegese des Johannesevangeliums

Wir übersetzten Joh 20,10-31. Das sieht segmentiert folgendermaßen aus:

10ἀπῆλθον οὖν πάλιν πρὸς αὐτοὺς οἱ μαθηταί.

 

11Μαρία δὲ εἱστήκει πρὸς τῷ μνημείῳ ἔξω κλαίουσα.

ὡς οὖν ἔκλαιεν,

παρέκυψεν εἰς τὸ μνημεῖον

 

12καὶ θεωρεῖ δύο ἀγγέλους ἐν λευκοῖς καθεζομένους,

ἕνα πρὸς τῇ κεφαλῇ

καὶ ἕνα πρὸς τοῖς ποσίν,

ὅπου ἔκειτο τὸ σῶμα τοῦ Ἰησοῦ.

 

13καὶ λέγουσιν αὐτῇ ἐκεῖνοι·

γύναι,

τί κλαίεις;

λέγει αὐτοῖς ὅτι

ἦραν τὸν κύριόν μου,

καὶ οὐκ οἶδα ποῦ ἔθηκαν αὐτόν.

 

14Ταῦτα εἰποῦσα

ἐστράφη εἰς τὰ ὀπίσω

καὶ θεωρεῖ τὸν Ἰησοῦν ἑστῶτα

καὶ οὐκ ᾔδει ὅτι Ἰησοῦς ἐστιν.

 

15λέγει αὐτῇ Ἰησοῦς·

γύναι,

τί κλαίεις;

τίνα ζητεῖς;

ἐκείνη δοκοῦσα

ὅτι ὁ κηπουρός ἐστιν

λέγει αὐτῷ·

κύριε,

εἰ σὺ ἐβάστασας αὐτόν,

εἰπέ μοι

ποῦ ἔθηκας αὐτόν,

κἀγὼ αὐτὸν ἀρῶ.

 

16λέγει αὐτῇ Ἰησοῦς·

Μαριάμ.

στραφεῖσα ἐκείνη λέγει αὐτῷ Ἑβραϊστί·

ραββουνι,

ὃ λέγεται

διδάσκαλε

 

17λέγει αὐτῇ Ἰησοῦς·

μή μου ἅπτου,

οὔπω γὰρ ἀναβέβηκα πρὸς τὸν πατέρα·

πορεύου δὲ πρὸς τοὺς ἀδελφούς μου

καὶ εἰπὲ αὐτοῖς·

ἀναβαίνω πρὸς τὸν πατέρα μου

καὶ πατέρα ὑμῶν

καὶ θεόν μου

καὶ θεὸν ὑμῶν.

 

18Ἔρχεται Μαριὰμ ἡ Μαγδαληνὴ ἀγγέλλουσα τοῖς μαθηταῖς ὅτι

ἑώρακα τὸν κύριον,

καὶ ταῦτα εἶπεν αὐτῇ.

 

19Οὔσης οὖν ὀψίας τῇ ἡμέρᾳ ἐκείνῃ τῇ μιᾷ σαββάτων

καὶ τῶν θυρῶν κεκλεισμένων

ὅπου ἦσαν οἱ μαθηταὶ διὰ τὸν φόβον τῶν Ἰουδαίων,

ἦλθεν ὁ Ἰησοῦς

καὶ ἔστη εἰς τὸ μέσον

καὶ λέγει αὐτοῖς·

εἰρήνη ὑμῖν.

 

20καὶ τοῦτο εἰπὼν

ἔδειξεν τὰς χεῖρας

καὶ τὴν πλευρὰν αὐτοῖς.

ἐχάρησαν οὖν οἱ μαθηταὶ ἰδόντες τὸν κύριον.

 

21εἶπεν οὖν αὐτοῖς [ὁ Ἰησοῦς] πάλιν·

εἰρήνη ὑμῖν·

καθὼς ἀπέσταλκέν με ὁ πατήρ,

κἀγὼ πέμπω ὑμᾶς.

 

22καὶ τοῦτο εἰπὼν ἐνεφύσησεν

καὶ λέγει αὐτοῖς·

λάβετε πνεῦμα ἅγιον·

 

23ἄν τινων ἀφῆτε τὰς ἁμαρτίας ἀφέωνται αὐτοῖς,

ἄν τινων κρατῆτε κεκράτηνται.

 

24Θωμᾶς δὲ εἷς ἐκ τῶν δώδεκα,

ὁ λεγόμενος Δίδυμος,

οὐκ ἦν μετ’ αὐτῶν

öὅτε ἦλθεν Ἰησοῦς.

 

25ἔλεγον οὖν αὐτῷ οἱ ἄλλοι μαθηταί·

ἑωράκαμεν τὸν κύριον.

ὁ δὲ εἶπεν αὐτοῖς·

ἐὰν μὴ ἴδω ἐν ταῖς χερσὶν αὐτοῦ τὸν τύπον τῶν ἥλων

καὶ βάλω τὸν δάκτυλόν μου εἰς τὸν τύπον τῶν ἥλων

καὶ βάλω μου τὴν χεῖρα εἰς τὴν πλευρὰν αὐτοῦ,

οὐ μὴ πιστεύσω.

 

26Καὶ μεθ’ ἡμέρας ὀκτὼ πάλιν ἦσαν ἔσω οἱ μαθηταὶ αὐτοῦ

καὶ Θωμᾶς μετ’ αὐτῶν.

ἔρχεται ὁ Ἰησοῦς τῶν θυρῶν κεκλεισμένων

καὶ ἔστη εἰς τὸ μέσον

καὶ εἶπεν·

εἰρήνη ὑμῖν.

 

27εἶτα λέγει τῷ Θωμᾷ·

φέρε τὸν δάκτυλόν σου ὧδε

καὶ ἴδε τὰς χεῖράς μου

καὶ φέρε τὴν χεῖρά σου

καὶ βάλε εἰς τὴν πλευράν μου,

καὶ μὴ γίνου ἄπιστος

ἀλλὰ πιστός.

 

28ἀπεκρίθη Θωμᾶς

καὶ εἶπεν αὐτῷ·

ὁ κύριός μου

καὶ ὁ θεός μου.

 

29λέγει αὐτῷ ὁ Ἰησοῦς·

ὅτι ἑώρακάς με πεπίστευκας;

μακάριοι οἱ μὴ ἰδόντες

καὶ πιστεύσαντες.

 

30Πολλὰ μὲν οὖν καὶ ἄλλα σημεῖα ἐποίησεν ὁ Ἰησοῦς ἐνώπιον τῶν μαθητῶν [αὐτοῦ], ἃ οὐκ ἔστιν γεγραμμένα ἐν τῷ βιβλίῳ τούτῳ·

 

31ταῦτα δὲ γέγραπται

ἵνα πιστεύ [σ]ητε

ὅτι Ἰησοῦς ἐστιν ὁ χριστὸς ὁ υἱὸς τοῦ θεοῦ,

καὶ ἵνα πιστεύοντες ζωὴν ἔχητε ἐν τῷ ὀνόματι αὐτοῦ.

 

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14. Dezember 2016

Ankündigung: 10.01. Vortrag über die Schlange und das Geschlechterproblem (TUD)

 

Der Vortrag führt vor, dass die Auslegung von Gen 3 als Sündenfallstory in die Irre geht – im Judentum kommt das auch nicht vor. Stattdessen erzählt die Story, dass die Schlange als Vermittlungsgestalt von Natur und Kultur Adam und Eva zu Kulturwesen werden lässt. Sie können sittlich so gut urteilen, wie Gott, der Herr, selbst. Daher vertreibt er sie aus dem Paradies, damit sie nicht auch noch vom Baum des Lebens essen und unsterblich werden wie er selbst. Darin besteht der Unterschied von Gott und Mensch: Dieser ist sterblich – und jener unsterblich.

Aber Gott, der Herr, scheint es nicht gut zu finden, dass die Menschen so weise wie er selbst sind. Daher gibt es Lebensminderungen für Schlange, Mann und Frau, die aber nachteilig für Eva scheinen. Und so scheint der große Gewinn jedenfalls auch mit dem Geschlechterproblem bezahlt werden zu müssen – ein bis heute recht virulentes Argumentationsmuster.

10. Dezember 2016

Geschlechtergerechte Rede von Gott (TUD)

Protokoll vom 6.12.2016

(Neues Testament)

Sabrina Hofmann und Lisa Eckert

 

 

Inhalt der Sitzung:

1. Mose 2/3 bzw. Genesis 2/3

 

Adam und Eva

 

Gott schuf den Menschen aus Erde vom Ackerboden und blies ihm durch seine Nase den Lebensodem ein (Gen 2,7). Anschließend legte Gott einen Garten an und setzte dort hin den Menschen (Gen 2,8). Gott pflanzte in der Mitte des Gartens den Baum des Lebens und den Baum der Erkenntnis (Gen 2,9). Er sagte dem Menschen, dass er von allen Bäumen essen darf, nur nicht vom Baum der Erkenntnis, denn sobald er davon isst, würde er sterben (Gen 2,16f). Gott schuf anschließend Tiere um für den Menschen eine Hilfe zu machen (Gen 2,19), aber eine Hilfe, die dem Menschen entsprach, fand er nicht (Gen 2,20). Daraufhin versetzte er den Menschen in einen Tiefschlaf, nahm eine seiner Rippen und verschloss diese Stelle mit Fleisch (Gen 2,22). Aus dieser Rippe ist eine Frau geschaffen worden (Gen 2,23), so die Lutherübersetzung.

 

Diskurs nach Pöttner:

Der hebräische Begriff צֵלָע (zela) wird  mit Seite übersetzt und im Griechischen wird πλευρά (pleura) verwendet, was ebenfalls Seite bezeichnen kann, sodass Luther mit Rippe sehr wahrscheinlich falsch lag. (more…)